Naturschutz und Grünraum

Am 10. Oktober 2018 hat der Gemeinderat das Programm Naturschutz und Grünraum 2019 - 2021 genehmigt. Es umfasst fünf Massnahmenbereiche, welche die Durchgrünung des Siedlungsbilds und den Erhalt der einheimischen Artenvielfalt bezwecken.

Das Querschnittsthema Naturschutz und Grünraum und wird von der Energie- und Naturschutzkommission beaufsichtigt und koordiniert. Sie ist dem Gemeinderat unterstellt bzw. berät und unterstützt ihn in Naturschutz- und Grünraumfragen. Verwaltungsintern sind verschiedene Stellen und Abteilungen zuständig und beteiligt.

Natur- und Landschaftsschutz
Die Gemeinde Küsnacht zählt 34 geschützte Naturschutzobjekte. Einige davon sind allgemein bekannt und von überregionaler Bedeutung, wie z.B. der Rumensee, der Schübelweiher oder das Gebiet beim Wehrmännerdenkmal auf der Forch. Andere sind eher klein und unscheinbar, erfüllen aber trotzdem eine wichtige Funktion für die Artenvielfalt. Im Übersichtsplan ist die Lage der einzelnen Naturschutzgebiete auf dem Gemeindegebiet ersichtlich und in der kommunalen Schutzverordnung aus dem Jahr 1988 sind die Schutzziele sowie die erforderlichen Pflege- und Unterhaltsmassnahmen für diese Naturschutzgebiete beschrieben. Die Nummerierung der Naturschutzgebiete basiert auf dem kommunalen Naturschutz-Inventar aus dem Jahr 1984. Die inventarisierten Objekte 1, 2 und 4 wurden nicht unter Schutz gestellt und die Objekte Nr. 3, 25, 36 und 37 wurden mittlerweile aus dem Inventar bzw. der Schutzverordnung entlassen. Sie sind deshalb im Übersichtsplan nicht aufgeführt.

Die überkommunalen Objekte Rumensee, Schübelweiher, Forchdenkmal und Cholgrueb sind im kantonalen Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte erfasst und beschrieben. Die Gemeinde Küsnacht beherbergt zudem zwei bedeutende Landschaftsschutzgebiete:

Bekämpfung von Neophyten
Weiterführende Informationen zur Erkennung und Bekämpfung von invasiven Neophyten befinden sich auf der Seite des Fachbereichs Öffentliche Anlagen.

Ökologische Vernetzung im Landwirtschaftsgebiet
Seit mehr als 20 Jahren arbeitet das Naturnetz Pfannenstil (NNP) an der ökologischen Vernetzung im Pfannenstilgebiet. Dabei werden auch in Küsnacht Projekte realisiert und wertvolle Flächen ökologisch aufgewertet und vernetzt. Die wichtigsten Aufwertungs- und Vernetzungsgebiete sind auf dem Plan des Naturnetzes dargestellt. Das Naturnetz Pfannenstil ist ein Projekt der Zürcher Planungsgruppe Pfannenstil (ZPP).

Im Rahmen des Naturnetzes Pfannenstil unterstützt die Gemeinde Küsnacht die Aufwertung und die Bewirtschaftung von naturnahen Vernetzungsflächen im Landwirtschaftsgebiet ("Vertragsflächen NNP der Gemeinde Küsnacht"). Per 31. Mai 2017 wird dank diesen rund 50 Bewirtschaftungsverträgen eine Gesamtfläche von 35.7 Hektaren naturnah bewirtschaftet (s. Übersichtsplan). Dies entspricht rund 7 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche des Gemeindegebietes von Küsnacht. Weitere rund 7% werden in Küsnacht aufgrund der Bundesgesetzgebung ebenfalls nach ökologischen Kriterien (Biodiversitätsförderflächen) bewirtschaftet.

Wald
Für die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes ist die Holzkorporation Küsnacht zuständig.

Siedlungsökologie / Natur im Siedlungsraum
Das Naturnetz Pfannenstil realisiert in Zusammenarbeit mit den Gemeinden immer wieder auch Projekte im Siedlungsgebiet zur Förderung der Lebensqualität und der Artenvielfalt. Seit 2017 führt mitten im Dorfkern von Küsnacht ein Lehrpfad in Form einer Schnitzeljagd zu kleinen Natur-Oasen: www.siedlungsökologie.ch.

Grün Stadt Grau – Natur im Siedlungsraum, Sonderausstellung im Ortsmuseum
Das Team des Ortsmuseums präsentiert in Zusammenarbeit mit dem «Natur- und Vogelschutzverein Küsnacht» und dem «Naturnetz Pfannenstil» vom 5. Juni 2019 – 19. April 2020 eine Sonderausstellung, die sich mit der Natur vor der Haustür auseinandersetzt. Den Flyer zur Ausstellung und Informationen zu den Begleitveranstaltungen finden Sie auf der Webseite des Ortsmuseums Küsnacht.