Ein neues Paradies für Wildbienen und Kleintiere im Hörnli am See
Aufmerksame Einwohnerinnen und Einwohner haben es vielleicht schon bemerkt: Im Hörnli am See wurde fleissig umgestaltet. Die ehemals vollständig mit invasivem Bambus bewachsene Fläche wurde gerodet – und an ihrer Stelle entsteht ein kleines Naturparadies für Wildbienen, Insekten, Amphibien und Vögel!
Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen. Die Bepflanzung mit Stauden und Gehölzen folgt mit eigenem Personal unter Anleitung von Spezialisten im Frühling 2025. Doch bereits jetzt wurden zahlreiche Strukturelemente geschaffen, die künftig als Unterschlupf und Lebensraum für die heimische Kleintierwelt dienen.
Zu diesen Elementen gehört eine runde Sandlinse, die auf den ersten Blick an eine Feuerstelle erinnert – Feuer machen sollte man hier jedoch keinesfalls! Der lockere, aber dennoch bindige Sand bietet nämlich wertvollen Nistraum für bodennistende Wildbienen, Solitärwespen und viele weitere Insektenarten. Zudem nutzen Zauneidechsen die Randbereiche zur Eiablage, während sich unter überhängenden Findlingen oder Baumstämmen Ameisenlöwen ansiedeln.
Ein weiteres zentrales Element ist das Totholz, das eine immense ökologische Bedeutung hat: Es dient nicht nur als Nistplatz für zahlreiche Wildbienenarten, sondern bildet einen Lebensraum für Pilze, Moose, Flechten und Käferlarven. Darüber hinaus wurden Nistkästen angebracht, die heimischen Vögeln eine Brutstätte für die Aufzucht ihres Nachwuchses bieten.
Ein ausführliches Porträt des neuen Bienenparadieses im Hörnli wird nach Abschluss der Bepflanzung im Frühling veröffentlicht. Doch bereits jetzt lohnt sich ein kleiner Spaziergang ans Seeufer, um die ersten Veränderungen zu entdecken.
Das Projekt wurde dank der tatkräftigen Unterstützung mehrerer Akteure realisiert. Der Natur- und Vogelschutzverein Küsnacht, der Verschönerungsverein Küsnacht, das Naturnetz Pfannenstil und der Kanton Zürich haben alle einen finanziellen Beitrag zum Projekt geleistet.
Abteilung Hochbau und Planung / Abteilung Tiefbau und Sicherheit
20. Februar 2025

