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Dorfpost-Leitartikel von Gemeinderat Martin Wyss: "Die Sicherheit…"

…ist in Küsnacht rund um die Uhr gewährleistet. Sei es durch den Zivilschutz bei Grossereignissen und Katastrophen, sei es durch die Seeretter bei Seenotfällen, sei es durch die Feuerwehr bei Elementarschäden, sei es durch die Polizei bei Delikten – stets sind es Menschen aus unseren Reihen, die – Polizisten ausgenommen – sich im Milizprinzip in ihrer Freizeit für unser aller Wohl einsetzen!

Sichere Betriebe dank Infrastruktur

Das bedeutet, dass sie bereit sind, innert kurzer Zeit den Arbeitsplatz zu verlassen (wofür auch den Arbeitgebern Dank gebührt!) oder aber mitten in der Nacht aufzustehen und auf den Schlaf zu verzichten. Dazu braucht die Feuerwehr wie alle anderen auch eine Infrastruktur, die ihnen einen sicheren Betrieb ermöglicht. Das bestehende Feuerwehrgebäude aus dem Jahr 1936 ist das älteste Feuerwehrgebäude im Kanton Zürich und bietet diese Voraussetzung nicht; es erfüllt noch nicht einmal die aktuellen Brandschutzvorschriften.

Die Gemeindeversammlung hat bei dieser Ausgangslage am 3. Dezember 2018 einen Planungskredit in der Höhe von 590’000 Franken gesprochen. Daraufhin hat die Abteilung Liegenschaften eine Steuerungsgruppe sowie eine Projektgruppe eingesetzt. Die Steuerungsgruppe ist für grundlegende sowie strategische Entscheide verantwortlich und die Projektgruppe für die Umsetzung und Detailfragen.

Detailplanung ist wichtig

Wichtig ist bereits bei der Planung eine Kosten- und Projektkontrolle. Die Abteilung Liegenschaften (als «Ersteller») hat langjährige Erfahrung in der Führung von grossen Projekten. Hier wie auch bei anderen Bauprojekten liegt die Prozessverantwortung deshalb bei der Abteilung Liegenschaften (und nicht der Abteilung, welche das Gebäude dereinst betreibt). Die Abteilung Sicherheit (als «Besteller») muss ihre Anforderungen für den künftigen Betrieb einbringen. Dieser Prozess hat begonnen und ist auf Kurs. Das ist auch wichtig, weil bis 31. März 2020 der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich das Projekt mit einem Subventionsgesuch unterbreitet werden muss, da nach diesem Zeitpunkt keine Unterstützung mehr gewährt wird.

Kostengenauigkeit von 10%

Derzeit ist die Steuerungsgruppe daran, Fragen wie das Layout der Fahrzeughalle und der Tore oder die erforderliche Höhe der Tiefgarage zu prüfen. All dies sind Fragen, die Einfluss auf das Projekt und die Kosten haben. Schliesslich soll die Stimmbevölkerung im Frühjahr 2020 die Möglichkeit haben, mit einer Kostengenauigkeit von +/- 10 Prozent einen Baukredit zu beschliessen.

Polizei unter einem Dach

Das neue Feuerwehrgebäude, welches am selben Standort des bestehenden Gebäudes am Kreisel Oberwacht- / alte Landstrasse zu stehen kommt, ist gleich neben dem Polizeigebäude. Dort sind seit 2013 Gemeinde- und Kantonspolizei unter einem Dach vereint. Die enge Zusammenarbeit, welche unter alt-Gemeinderat Noldi Reithaar ihren Anfang nahm, hat sich bestens bewährt! Die beiden Polizeikorps teilen sich die Infrastruktur und tauschen sich fachlich aus. Dabei arbeitet die Gemeindepolizei Küsnacht im Verbund mit den Polizeien von Zollikon und Zumikon. Je nach Bedarf sind die Patrouillen tagsüber teilweise gemischt. Auch die Verkehrsschulung wird in Küsnacht koordiniert; hier sind 7 Gemeinden beteiligt.

Seestrassenbaustelle als Herausforderung

Für Verdruss sorgte in den letzten Wochen die Umleitung der Seestrasse stadteinwärts. Die Anwohner der Zürichstrasse ärgern sich über den Schleichverkehr und haben Sorge um die Sicherheit der Fussgänger. Als der Schleichverkehr unterbunden wurde, kollabierte der Verkehr und es hagelte Kritik von Pendlern. Als Lichtblick am Horizont darf der Umstand wahrgenommen werden, dass diese Situation absehbar ist; der Bau ist dank dem Einsatz aller mindestens im Fahrplan.

Signalisierte Umleitungen benützen

Das aktuelle Verkehrsregime ermöglicht eine kurze Bauzeit bei optimaler Qualität und man darf bei dieser Baustelle nicht vergessen, dass es primär um die Erneuerung der Abwasser- und Werkleitungen geht, von der alle Küsnachterinnen und Küsnachter einen Nutzen haben. Denjenigen, welche morgens durch die Zürichstrasse fahren, statt die signalisierte Umleitung zu benützen, kann ich sagen, dass sie selbst im Idealfall höchstens eine Minute Fahrzeit einsparen. Die signalisierte Umleitung ist bei praktisch gleicher Fahrzeit viel bequemer und auch sicherer.

Nur wenn alle ihren Teil dazu beitragen, bleibt Küsnacht so sicher wie in den vergangenen Jahren. So wünsche ich Ihnen einen unfallfreien Frühling.

Martin Wyss
2. Vizepräsident, Vorsteher Sicherheit