Areal Zürichstrasse

Worum geht es?

Nördlich der Geleise des Bahnhofs Küsnacht besteht beim «Areal Zürichstrasse» mitten im Dorfzentrum ein grosses Parkplatzareal. Es wird von Einwohnerinnen und Einwohnern zum Einkaufen im Dorf oder zur Fahrt mit der Bahn nach Zürich benutzt. Viele Küsnachterinnen und Küsnachter stören sich an diesem unwirtlichen Ort: Nicht nur das Ortsbild leidet, es ist auch aus ökonomischen und raumplanerischen Gründen schwer nachvollziehbar, diesen zentralen Ort ausschliesslich für Parkplätze zu nutzen. Zudem ist die Verkehrssituation an der Oberwachtstrasse unbefriedigend, sei es für Autofahrerinnen und Autofahrer oder für Velofahrende, Fussgängerinnen und Fussgänger. Seit vielen Jahren wird deshalb in Küsnacht über die Gestaltung des Areals diskutiert. Die Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Küsnachterinnen und Küsnachter an dieser zentralen Lage optimal zu befriedigen und eine dauerhafte und tragfähige Lösung zu finden.

Was bisher geschah

Mit der Planung einer neuen Bahnhofanlage im Jahr 1963 musste die Wiese nahe beim Bahnhof dem heutigen Parkplatz weichen. Dieser war als Provisorium bis zum damals geplanten Bau eines Ladenzentrums gedacht, welches jedoch nie realisiert wurde. Das Parkplatzprovisorium auf dem «Areal Zürichstrasse» ist jedoch bis heute geblieben. Immer wieder entstanden Ideen, wie das Areal sinnvoller genutzt werden könnte. Das «Areal Zürichstrasse» wurde zum Dauerthema, jedoch schaffte es keine der Ideen bis zum konkreten Projekt.

Lösung im Mitwirkungsverfahren
2009 nahm die Gemeinde deshalb mit einem breit angelegten Mitwirkungsverfahren der Bevölkerung einen neuen Anlauf, um endlich eine definitive Lösung für das unglückliche Provisorium im Zentrum von Küsnacht zu finden. Die Einwände und Anliegen der Bevölkerung konnten so direkt in die Planungsarbeiten einfliessen. Daraus entstand das Projekt «Schulze und Schultze» der ARGE Raumbureau und urbaNplus. Es umfasst einen gut integrierten und überzeugend gestalteten Platz, eine gut erschlossene Tiefgarage und je ein Gebäude für Kultur, Kinder und Familien sowie eines für Gewerbe und Wohnungen. Endlich war eine Lösung für die Aufwertung des Zentrums in Sicht.
 
Das Projekt «Zentrumsentwicklung» mehr...
Im September 2013 genehmigte die Gemeindeversammlung den privaten Gestaltungsplan «Zentrumsentwicklung». Damit wurden die rechtlichen Voraussetzungen zur tatsächlichen Planung des Projekts geschaffen. Am 18. Mai 2014 hat die Bevölkerung von Küsnacht schliesslich einen Projektierungskredit über Fr. 5.23 Mio. für die Neugestaltung des «Areal Zürichstrasse» an der Urne mit 65.5% (Stimmbeteiligung: 60%) bewilligt. Die Gemeinde wurde vom Volk beauftragt, das Projekt bis zur Baureife zu entwickeln. Nach rund 50 Jahren Provisorium besteht somit die Chance, ein attraktives Grundstück im Zentrum von Küsnacht intelligent und zukunftsweisend zu nutzen. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass es sich beim Projekt «Zentrumsentwicklung» um eine sinnvolle Investition in die Zukunft des Dorfes handelt.
 
Einzelinitiative «Parkdeck» mehr...
Im Herbst 2014 lancierte ein Initiativkomitee organisiert durch den Küsnachter Bürger Hermann Gericke, ein zweites Projekt («Parkdeck»). Anstelle der «Zentrumsentwicklung» soll das bestehende Parkplatzareal lediglich um eine zusätzliche Parkebene ergänzt werden. Zur Planung des «Parkdecks» verlangte die Einzelinitiative einen Projektierungskredit von Fr. 420'000.-. An der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2015 hat der Souverän diesen zweiten Projektierungskredit ebenfalls gutgeheissen. Ein entsprechender Gestaltungsplan – welcher sowohl noch von der Gemeindeversammlung als auch vom Kanton bewilligt werden müsste – liegt gegenwärtig für das Parkdeckprojekt nicht vor.
 
Abstimmung 2017
Das Volk hat der Gemeinde den Auftrag erteilt, zwei sich ausschliessende Projekte gleichzeitig bis zur Baureife zu planen. Am 12. Februar 2017 findet die Urnenabstimmung über beide Baukredite statt. Bei Zustimmung zu beiden Krediten wird das zu realisierende Bauprojekt mittels Stichentscheid bestimmt.