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Küsnachter Jahresrechnungen 2018 mit Überschuss von 22 Mio. Franken – ein Grossteil davon geht in den kantonalen Finanzausgleich

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnungen 2018 der Politischen Gemeinde und der Schulgemeinde zuhanden der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2019 verabschiedet. Beide Rechnungen schliessen, vor allem wegen hoher Steuermehrerträge, deutlich besser als budgetiert ab. In zwei Jahren fliesst ein grosser Teil der Mehrerträge in den Finanzausgleich. Dieser steigt deshalb 2020 auf über 100 Mio. Franken an.

Per 30. Juni 2018 wurde die Schulgemeinde mit Bildung der Einheitsgemeinde in die Politische Gemeinde integriert. Gemäss Übergangsbestimmung in der neuen Gemeindeordnung erfolgten für 2018 Budgetierung und Rechnungslegung für die Schulgemeinde und die Politische Gemeinde letztmals getrennt.

Die Rechnung 2018 der Politischen Gemeinde schliesst bei einem Aufwand von 127.9 Mio. Franken und einem Ertrag von 139.5 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 11.6 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Überschuss von 2.2 Mio. Franken. Deutlich höhere Steuererträge (+6.4 Mio. Franken), ein tieferer Sachaufwand (-1.2 Mio. Franken), geringere Abschreibungen des Verwaltungsvermögens (-0.5 Mio. Franken im Steuerhaushalt) sowie das bessere Betriebsergebnis der Alters- und Gesundheitszentren (+0.3 Mio. Franken) sind die wesentlichen Gründe für das positive Ergebnis. Die Investitionen im Verwaltungsvermögen liegen mit 17.7 Mio. Franken knapp unter den veranschlagten 18.0 Mio. Franken. Die Hauptpositionen sind Strassensanierungen von 4.6 Mio. Franken (-1.6 Mio. Franken) sowie das Kanalisationsnetz und der ARA-Ausbau von 6.3 Mio. Franken (-2.6 Mio. Franken). Die bei Liegenschaften getätigten Investitionen belaufen sich auf 1.2 Mio. Franken (-1.0 Mio. Franken, v.a. KEK). Die Selbstfinanzierung (Cashflow HRM1) beträgt 24.3 Mio. Franken (Selbstfinanzierungsgrad Investitionen 137%). In das Grundeigentum Finanzvermögen wurden statt wie veranschlagt 0.6 Mio. Franken 3.4 Mio. Franken investiert. Der Erwerb verschiedener Liegenschaften war nicht budgetiert.

Die Rechnung 2018 der Schulgemeinde schliesst bei einem Aufwand von 92.9 Mio. Franken und einem Ertrag von 103.6 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 10.7 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Überschuss von 1.0 Mio. Franken. Wie bei der Politischen Gemeinde prägten höhere Steuererträge (+9.3 Mio. Franken) das Ergebnis massgeblich. Aufwandseitig sind ein tieferer Sachaufwand (-0.3 Mio. Franken) sowie ein leicht geringerer Personalaufwand (-0.1 Mio. Franken) zu verzeichnen, dagegen sind die Abschreibungen des Verwaltungsvermögens höher als budgetiert (+0.3 Mio. Franken). Die Investitionen im Verwaltungsvermögen liegen mit 17.6 Mio. Franken deutlich über den erwarteten 10.6 Mio. Franken. Die grössten Positionen bei diesen Investitionen sind der Neubau Schulhaus Goldbach (11.6 Mio. Franken) sowie das Betreuungshaus der Schule (3.3 Mio. Franken), deren Kosten zu einem erheblichen Teil erst 2018 statt wie budgetiert 2017 angefallen sind. Die Selbstfinanzierung (Cashflow HRM1) beträgt 15.9 Mio. Franken (Selbstfinanzierungsgrad Investitionen 90%).

Von den konsolidierten Steuermehrerträgen gegenüber dem Budget von 15.6 Mio. Franken fliessen gemäss provisorischer Berechnung 14.2 Mio. Franken in den Finanzausgleich 2020. Dieser beträgt voraussichtlich über 102 Mio. Franken. Somit werden über 90% des Steuermehrertrags abgeschöpft.

Konsolidiert weisen die Politische Gemeinde und die Schulgemeinde ein Eigenkapital von 261 Millionen Franken aus. Das Nettovermögen beläuft sich auf gesamthaft 94 Millionen Franken.

Ab der Rechnung 2019 bildet die Rechnungslegung die Organisationsstruktur und Aufgabenverteilung der per 1. Juli 2018 gebildeten Einheitsgemeinde ab. Ebenfalls per 1. Januar 2019 wird das Harmonisierte Rechnungslegungsmodell 2 (HRM2) umgesetzt. Daraus ergeben sich im Rahmen der Neubewertung der Bilanzpositionen per 1. Januar 2019 grössere Verschiebungen. Diese Zahlen werden derzeit erarbeitet und mit dem Budget 2020 vorgelegt.

Der Vorsteher Finanzen Martin Schneider zeigt sich zufrieden mit den Rechnungsabschlüssen: "Wir hatten dieses bessere Ergebnis in unserem Finanz- und Aufgabenplan vom vergangenen Herbst bereits berücksichtigt, insofern ist es keine Überraschung. Die Ressorts setzen die zur Verfügung stehenden Mittel haushälterisch ein. Nicht benötigte Budgetpositionen wurden nicht ausgeschöpft. Der Steuerertrag ist deutlich über den Erwartungen angestiegen. Das konnten wir nicht beeinflussen. Allerdings liefern wir über 90% dieser Mehrerträge in den Finanzausgleich 2020 ab."

Die Weisung und die detaillierten Jahresrechnungen 2018 werden etwa Mitte Mai 2019 auf der Homepage der Gemeinde Küsnacht publiziert (www.kuesnacht.ch/finanzverwaltung).

11. April 2019
Die Abteilung Finanzen