Zinsen auf Steuerguthaben/ -schulden

Periodische Steuern

Erst mit der Schlussrechnung wird bei periodischen Steuern auch über die Zinsen abgerechnet. Die Zinsen werden so berechnet, dass die vor dem 30. September geleisteten Zahlungen zu Gunsten und die nach diesem mittleren Verfalltag bezahlten Beträge zu Lasten des Steuerpflichtigen verzinst werden. Eine Zinspflicht besteht auch dann, wenn die Steuern gestundet, Ratenzahlungen bewilligt oder Rechtsmittel erhoben worden sind.

Gegen die Zinsrechnung kann vor Ablauf der Zahlungsfrist beim Gemeindesteueramt Küsnacht Einsprache eingereicht werden. Gegen den Einspracheentscheid des Gemeindesteueramtes Küsnacht kann der Steuerpflichtige innert 30 Tagen nach Zustellung schriftlich beim kantonalen Steueramt, Postfach, 8090 Zürich, Rekurs erheben. Die Rekurseingabe muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. 

Nichtperiodische Steuern

Nichtperiodische Steuern werden mit der Zustellung der definitiven, auf der Einschätzung beruhenden Steuerrechnung fällig. Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage nach Zustellung der Schlussrechnung. Für verspätete Zahlungen werden Verzugszinsen erhoben. 

Grundsteuern

Ab dem 91. Tag nach der Handänderung werden Zinsen erhoben. Die Fälligkeiten und Zahlungsfristen richten sich nach der Bestimmung für nicht periodische Steuern (§ 175 Steuergesetz).

Interkommunale Steuerausscheidungen (§198 Steuergesetz)

Keine Zinsen zu Lasten des Steuerpflichtigen sind zu berechnen auf Steuernachforderungen infolge Steuerfussdifferenz bei Steuerausscheidungen. Zuviel bezahlte Steuern infolge Steuerfussdifferenz bei Steuerausscheidungen werden samt Zins dem Steuerpflichtigen von Amtes wegen zurückbezahlt.

Zinssatz

Der Regierungsrat hat beschlossen, den Verzugszins für nicht bezahlte definitive Steuerrechnungen von 2 % auf 4,5 % zu erhöhen. Der erhöhte Verzugszins gilt ab Kalenderjahr 2008. Der so genannte Vergütungszins und der Ausgleichszins welcher seit dem Jahr 1998 bei 2 % lag, wurde per 1.1.2012 auf 1,5 % und per 1.1.2016 auf 0,5 % gesenkt. Vergütungszins erhalten diejenigen Steuerpflichtigen, die ihre Steuern vor dem 30. September eines Steuerjahres (Verfalltag) begleichen. Ausgleichszins ist der Zins, der für den Zeitraum zwischen der Fälligkeit der Steuerforderung und der Zustellung der Schlussrechnung erhoben wird. Der Vergütungszins oder der Ausgleichzins kommt auch dann zur Anwendung, wenn Steuerpflichtige aufgrund eines Unterschiedes zwischen der provisorischen und der definitiven Steuerrechnung auf den Verfalltag zuviel oder zu wenig bezahlt haben.